Die glaziale Serie

Glaziale Serie
Glaziale Serie
Bildquelle: Wagenbreth und Steiner 1989, S. 24

Regionen die einer Inlandsvergletscherung unterlagen, weisen oft ähnliche Raummuster in der Verteilung von glazialen Formen auf. Untersuchungen in der Alpenregion führten Penck und Brückner Anfang des 20. Jhrdts. zur Erstellung der sogenannten glazialen Serie, einer systematischen Abfolge glazialer Formen. Diese allgemeine Theorie zur idealtypischen Abfolge wurde später auch auf den Norddeutschen Raum ausgedehnt und findet seitdem in Beschreibungen glazial geprägter Landschaften Anwendung.

 

Die glaziale Serie ist folgendermaßen aufgebaut:

 

Altmoränengebiet / Jungmoränengebiet: Jungmoränenlandschaften wurden während der letzten Eiszeit (Weichsel) gebildet und weisen aufgrund ihres im Vergleich zu Altmoränengebieten - Landschaften, die durch frühere Vereisungen (Saale, Elster ...) geformt wurden - jungen Alters einen noch ausgeprägten Formenschatz auf. In Altmoränengebieten ist der glaziale Formenschatz mit der Zeit durch Erosionsprozesse größtenteils verloren gegangen.