Fluvialmorphologie

Mongolei
Mongolei

Definition

Als Fluvialmorphologie wird der Teilbereich der Geomorphologie bezeichnet, der sich mit der gesamten Formengestaltung auf der Erdoberfläche beschäftigt, die direkt oder indirekt durch die Arbeit des fließenden Wassers bestimmt oder gesteuert wird (Ahnert 1996, S. 24).

Forschungsgegenstand

Forschungsgegenstand der Fluvialmorphologie sind entsprechend obiger Definition:

  • die Flüsse selbst, mit ihren Flussbetten, ihren Erosions-, Transport- und Aufschüttungsprozessen und ihren Schottern, Sanden und anderen Frachtkomponenten;
  • die Täler und Talsysteme, die Talhänge samt den darauf stattfindenden Prozessen der Verwitterung und Abtragung und ebenso die fluvial aufgeschütteten Flachformen auf den tief liegenden Teilen des Landes.

Aufgaben

Die Aufgaben der Fluvialmorphologie sind insbesondere

  • die Beschreibung der fluvialen Landschaftsformen und
  • die Interpretation ihrer Entstehungsursachen

Hierbei werden die theoretischen Grundkenntnisse über die Wasser- und Feststoffbewegung zu Hilfe gezogen.

Fluvialmorphologie und ihre Nachbarwissenschaften

Die Fluvialmorphologie steht in enger Beziehung zu anderen Teilbereichen der Physischen Geographie sowie der Nachbardisziplinen der Geographie. Beispielsweise arbeiten Fluvialmorphologen eng mit Hydrogeographen, Geologen, Hydrologen oder Wasserbauingenieuren zusammen.