Talformen und ihre Entwicklung

Taldefinitionen
Taldefinitionen

Definitionen

Ein Tal ist eine langgestreckte, nach einer Seite hin offene Hohlform gleichsinnigen Gefälles, das welche von einem Fluss geschaffen und durchflossen ist und eine Leitlinie der Erosion (Tiefenerosion und rückschreitende Erosion) darstellt.

Eine Ausnahme von dieser Charakterisierung sind Trockentäler. Weitere Definitionen zum Tal können Sie der nebenstehenden Tabelle entnehmen.

Talentwicklung und Talformen

Der Fluss ist Regulator der Talbildung. Beeinflussende Faktoren sind Tektonik, Gestein, Klima und Vegetation. Der Fluss gestaltet unmittelbar nur das Flussbett und die Talaue. Die fluvialen Einflüsse auf die Talhangbildung sind mittelbar, soweit der Fluss nicht selber durch Unterschneidung angreift. Daher ist das Tal das Ergebnis des Zusammenwirkens von Flussarbeit (fluviale Erosion) und Hangentwicklung (allgemeiner: Abtragung):

      Talformen =  f {Tiefenerosion; Hangdenudation}

Damit ist das Tal eine "fluvial-denudativ geschaffene Hohlform", bei der die Hänge nicht mehr vom Fluss gestaltet werden! Das Verhältnis von Taltiefe zu Talbreite wird dabei von dem Verhältnis der Intensitäten von Tiefenerosion und denudativer Rückverlegung der Talhänge bestimmt. 

Die ausgebildeten Talformen lassen sich in idealtypische Grundformen einordnen. Hier werden sieben Talformen unterschieden. Diese werden nun auf den folgenden Seiten erläutert. Eine Übersichtsabbildung können Sie bei Mausklick hier aufrufen. Zudem können Sie erfahren, wie Durchbruchstäler entstehen können, wenn Sie dem aktiven Link folgen.