Durchbruchstäler

Durchbruchstal
Durchbruchstal

Durchbruchstäler fließen quer durch ein Gebirge von einem Tiefland auf der einen Seite in ein Tiefland auf der anderen Seite (vergleiche Abbildung). Durchbruchstäler scheinen also ein Gebirge zu durchbrechen.

In erster Linie sind es zwei Prozessabläufe, die zur Entwicklung von Durchbruchstälern führen können:

  • Antezedenz
  • Epigenese

Eine dritte Möglichkeit ist rückschreitende Erosion, häufig verbunden mit Anzapfung.

Antezedente Durchbruchstäler

Bei antezedenten Durchbruchstälern existierte der Flusslauf bereits in seiner heutigen Form, bevor sich das Gebirge hob. Der Fluss erodierte seinen Lauf in das sich hebende Gebirge, behielt seine Position bei und erzeugte das Tal, in dem er seitdem das Gebirge durchquert. Ein Beispiel ist das Tal der Elbe durch die Sächsische Schweiz.

Epigenetische Durchbruchstäler

Bei epigenetischen Durchbruchstälern fließt der Fluss in wenig widerständigem Gestein und ist hierin bereits leicht eingeschnitten. Im Liegenden des wenig widerständigem Gesteins befinden sich petrographisch härtere Schichten. Beim Hebungsprozess kann der Fluss nun seinen Lauf nicht mehr verlegen und schneidet in die widerständigen Schichten ein. Zahlreiche Durchbruchstäler diesen Types finden sich beispielsweise im Appalachengebirge in den östlichen USA.