Tiefenerosion und rückschreitende Erosion

Als Tiefenerosion bezeichnet man die erosive Tieferlegung der Flussbettsohle.

Die Tiefenerosion wird direkt durch die Arbeit des fließenden Wassers bewirkt. Sie erfolgt je nach Untergrund, auf die Flussbettsohle aufliegt, unterschiedliche:

  • auf Lockermaterial: Tiefenerosion erfolgt durch Netto-Abtragung von Sanden und Schottern
  • auf anstehendem Fels: Das Rollen von Steinen und größeren Blöcken auf dem Boden des Flussbetts zerdrückt und zerreibt kleinere Fragmente, so dass eine Mischung von Korngrößen entsteht. Hierbei kann es zur Ausschürfung zylinderförmiger Löcher in der harten Flussbettsohle kommen. Diese werden als Kolke oder Strudellöcher bezeichnet. Kolke entstehen dort, wo Gerölle durch stationäre Wirbel in eine Drehbewegung versetzt werden. Ihre Rotierung wirkt hier wie ein Schleifstein. An Wasserfällen kann es zur Entstehung von Fallkolken kommen. Durch den Prozess der rückschreitenden Erosion wandert der Wasserfall schließlich flussaufwärts zurück.