Seitenerosion

Die Seitenerosion ist eine erosive Rückverlegung des Flussufers.

Bei der Seitenerosion spielen neben der Arbeit des fließenden Wassers noch anderere Prozesse mit eine Rolle. Die primäre Wirkung der Seitenerosion beschränkt sich auf den Unterwasserbereich des Ufers. Dadurch wird jedoch der über dem Wasserspiegel liegende Teil der Uferböschung unterschnitten, versteilit und zunehmend instabil. Schollenrutschungen und Abstürze von Teilen der Uferböschung ins Wasser sind die Folge. Der Fluss übernimmt dann die weitere Zerlegung und den Abtransport des abgestürzten Ufermaterials.

Die Stabilität des Ufers variiert je nach Jahreszeit und Abflussgang. Im Winter beispielsweise lockert Bodenfrost mit Eisbildung in den Poren das Ufermaterial auf. Bei anschließend ansteigenden Temperaturen kann die Erosion leichter angreifen.