Erosionsbasen

(Haupt-) erosionsbasis

Kein Fluss kann sein Flussbett tiefer erodieren als die jeweilige Höhenlage seiner Mündung. Diese Höhenlage wird deshalb als Erosionsbasisbezeichnet. Die Haupterosionsbasis für ein gesamtes Flussystem, in dem der Hauptfluss ins Meer mündet, ist das Meeresniveau. Für endorheische Flüsse in Trockengebieten stellen abflusslose Becken die Erosionsbasis dar.

Lokale und regionale Erosionsbasis

Neben der Haupterosionsbasis gibt es innerhalb von Flussläufen auch regionale und lokale Erosionsbasen:

  • regionale Erosionsbasen werden vom jeweiligen Vorflutergebildet; dass heißt für einen Nebenfluss bildet die Höhenlage der Einmündung in seinen Vorfluter, also den Hauptfluss, eine regionale Erosionsbasis.

    Prinzipiell kann jedoch jede Stelle als regionale Erosionsbasis für den unterhalb gelegenen Flusslauf aufgefasst werden. Da der Fluss stromauf nur maximal bis zu dieser Stelle tiefergelegt werden kann, müsste erst hier erodiert werden, bevor die Erosion stromaufwärts einsetzt.

  • lokale Erosionsbasen sind hingegen Aufschüttungsstrecken: Stellen, an denen eine Erosions- in eine Aufschüttungsstrecke übergeht, bilden für abwärts gelegene Flussabschnitte eine lokale Erosionsbasis. Beispielsweise stellt der See in nebenstehender Abbildung eine lokale Erosionsbasis dar.

Eine Animation zum Thema Erosionsbasis können Sie auf folgender Seite finden: http://www.geog.fu-berlin.de/%7Eschulte/animationen/erosionsbasis.htm.

Erosionsbasen nach: Press & Siever 1995, S. 292. 
Wenn sie mit der linken Maustaste klicken, können sie die Abbildung vergrößert und mit zusätzlichen Informationen betrachten.