Schotterbänke

Schotterbänke
Schotterbänke

Schotterbänke entwickeln sich, wenn die für den Transport von Schotter notwendige kritische Schubkraft des Flusses unterschritten wird (vergleiche Abbildung). Beispielsweise kann ein Geröll eine bestimmte Strecke in der Nähe des Flusses transportiert werden. Wird dieses durch die Turbulenz des Wasser aus dieser Zone hoher Fließgeschwindigkeit heraustrieben, kommt es in einem benachbarten Bereich niedrigerer Fließgeschwindigkeit, bei der die kritische Schubkraft unterschriten wird, zur Ruhe und lagert sich ab. Wiederholungen dieses Vorgangs mit vielen Geröllen führt zur Ablagerung einer Schotterbank (engl.: gravel bar).

Bei der Ablagerung findet eine mehr oder weniger genaue Größensortierung des Materials statt. Diese erfolgt entsprechend der für die jeweilige Geröllgröße kritischen Schubkraft (Hjulström-Diagramm). Die Größensortierung kann kann nur mehr oder weniger genau stattfinden, da die sich gebildete Schotterbank nun selbst zum zusätzlichen Hindernis wird. Die hier erhöhte Oberflächenrauigkeit und geringere Wassertiefe vermindern die Fließgeschwindigkeit und daher die Schubkraft weiter.

Die Umrissform der Schotterbank ist in der Regel stromlinienförmig. Die Schottergerölle darin sind meist schindelförmig gelagert. In Flussläufen, in denen der Stromstrich nicht durchwegs in der Mitte verläuft, sondern von einer Seite zur anderen hin- und herschwingt (mäandriert), kann es abwechselnd zur Ablagerung von Schotterbänken am rechten und linken Ufer kommen.