Talmäander

Talmäander
Talmäander

Bei Talmäandern mäandriert nicht nur der Fluss selbst, wie dies bei freien Mäandern in Talauen zu beobachten ist. Bei Talmäandern schwingt auch der Verlauf des von dem Fluss geschaffenen Tales hin- und her.

Talmäander (engl.: inciesd meanders) entwickeln sich durch Tiefenerosion mäandrierender Flüsse in felsigem Material Sie können ihre Lage nicht so leicht verändern wie freie Mäander, da bei jeder seitlichen Verlagerung eines Mäanderbogens der darüberliegende Talhang ebenfallls zurückverlegt werden muss.

Es lassen sich zwei Typen von Talmäandern unterscheiden:

  • Gleitmäander: die Amplitude der Mäanderschlingen vergrößert sich während der Taleintiefung. Bei ihnen kommt es durch Seitenerosion und Unterschneidung des Talhanges wie bei den freien Mäandern zur Ausbildung von Prall- und Gleithang auf den Uferseiten. Bei Gleit- und freien Mäander kann es auch zur Abschnürung der Mäanderbogen kommen. Infolge bleibt die Durchbruchsstrecke als Umlauftal trocken in der Landschaft zurück. Der abgeschnürte Mäanderbogen bildet eine isolierte, vom Ulauftal und von der Durchbruchstrecke umgebende Erhebung - ein sogenannter Umlaufberg.
  • vererbte Mäander: die Krümmungen werden bei diesen ohne wesentliche Veränderung des Grundrisses tiefergelegt. Vererbte Mäander weisen keine Neigungsdifferenz zwischen Prall- und Gleithang auf. Vermutlich liegt dies in den vertikalen Gesteinsstrukturen begründet, welche die Tiefenerosion fördern, die Seitenerosion jedoch hemmen.