Entstehung von Sanddünen

Dünen entstehen aufgrund des Zusammenwirkens von Sandzufuhr, Windstärke und Vegetationsbedeckung. Die Ausprägung dieser Prozessfaktoren bestimmt auch, welcher Dünentyp entsteht (Dünenklassifikation).

Auf der windzugewandten Seite, der flachen Luvseite, wird der Sand durch Saltation den Dünenhang hinaufgetrieben (vergleiche Abbildung). Hierbei findet eine Korngrößensortierung statt: Zum Kamm hin nimmt in der Regel die Korngröße ab. Vom Dünenkamm fällt der Sand über die windabgewandte Seite, den steilen Leehang, hinunter. Die Neigung des Leehanges entspricht dem Winkel der inneren Reibung für lose geschütteten Sand, also ungefähr 30° (vergleiche Reibungswinkel). Im Allgemeinen wächst die Düne um so höher, je größer das Sandvolumen einer Düne ist.

Dem Gegensatz dieser Böschungen entspricht ein Gegensatz der Schichtung im Inneren der Düne. Die steil in der Leerichtung parallel zueinander einfallenden Schüttungsschichten werden überlagert von den flach entgegengesetzt einfallenden Deckschichten des windzugewandten Dünenhanges. Diese Schichtung zeigt zusammen mit der Sandbewegung an der Dünenoberfläche an, dass sich die Düne in Leerichtung verlagert. Die Dünenbewegung wird auf der nachfolgenden Seite erklärt.

Dünen entstehen auf der Erde in Wüsten und an Küsten. Diese unterscheiden sich vor allem durch die unterschiedlichen Transportbedingungen für Sand am Boden. In der Wüste ist es trocken, so dass der Sand durch den Wind transportiert werden kann und ein Sandaustausch zwischen den Dünen stattfinden kann. An den Küsten hingegen ist es meistens feucht und Vegetation vorhanden, so dass der Sandtransport behindert wird.

Die Erde ist aber nicht der einzig Planet auf dem Dünen existieren. Es gibt auch Marsdünen, die an verschiedensten Stellen dieses Himmelskörpers auftreten.