Bewegung von Sanddünen

Dünen können sich langsam fortbewegen. Dies erfolgt aufgrund einer Art langsamen Orbitalbewegung der Sandkörner in leewärtiger Richtung. Ein Sandkorn am Fuß des Luvhanges wird durch Saltation zum Dünenkamm bewegt (vergleiche Abbildung). Auf der Leeseite fällt das Sandkorn aufgrund der schwächeren Windwirbel herab und ruht in der dort neu entstandenen Schüttungsschicht. Weitere Sandkörner werden auf diese Weise infolge davor geschüttet. Das vorherige Korn gerät dadurch immer weiter ins Innere der Düne. Die Vorschüttung der Leeböschung und die gleichzeitige Abtragung der Luvböschung, die das Material für die Schüttung liefert, verschiebt die Dünenform als Ganzes. Das Sandkorn in der Düne bleibt währenddessen auf der Stelle liegen, bis es schließlich am herannahenden Luvhang wieder zum Vorschein kommt. Danach beginnt ein neuer Bewegungszyklus.

Im Allgemeinen ist die Dünenverlagerung umso langsamer, je größer das Sandvolumen einer Düne ist.