Parabeldüne

Parabeldünen und Windrichtungen, bei denen sie entstehen - in Einzeldarstellung und als Parabelfamilien in der Landschaft. Beachten Sie, dass die konvexe Seite der Parabeldünen leewärts gerichtet ist!
Parabeldünen und Windrichtungen, bei denen sie entstehen - in Einzeldarstellung und als Parabelfamilien in der Landschaft. Beachten Sie, dass die konvexe Seite der Parabeldünen leewärts gerichtet ist!
Bildquelle: nach Press & Siever 1995, S.314

Parabeldünen gehören zu den gebundenen Dünen.

Eine Parabeldüne besitzt eine gebogene Form (vergleiche Abbildung). Der Leehang ist konvex gebogen (im Gegensatz zum Barchan). Die Öffnung der Düne zeigt demnach zum Wind. Die Schenkel der Düne zeigen luvwärts.

Dies Form bedeutet, dass der Hauptteil der Düne, also das Zentrum, sich schneller bewegt als die Schenkel. Dies deutet auf eine Behinderung des Sandtransports durch Rauhigkeiten der Oberfläche, über welche die Düne hinwegzieht, hin. Ursache sind im Allgemeinen Pflanzen, die vor allem die niedrigen Hörner der Düne zurückhalten, während das hohe Zentrum vergleichsweise wenig gebremst wird. Durch Berücksichtigung des Wechselspiels von Dünenbewegung und Pflanzenwachstum ist es gelungen, den Übergang von Barchanen zu den Parabeldünen zu erklären. Der Schlüssel liegt in dem erwähnten Zurückbleiben der Schenkel durch die wachsende Vegetation.

Die Einordnung unter die Primärdünen als gebundene Dünen ist insofern suboptimal, als dass die Parabeldünen sich im Übergang zu den Wanderdünen, befinden. Wanderdünen sind jene Dünentypen, deren Sandmasse sich mit der Windrichtung verlagern.

Die Parabeldünen finden in Küstenregionen (lokal-humid) und semiariden Gebieten Verbreitung.