Lineardüne

Lineardüne und Windrichtungen, bei denen sie entstehen - einzeln (oben) und als Familien (unten)
Lineardüne und Windrichtungen, bei denen sie entstehen - einzeln (oben) und als Familien (unten)
Bildquelle: nach Press & Siever 1995, S. 314

Längsdünen gehören zu den freien Dünen in der Oberkategorie der Primärdünen.

Für Längsdünen sind in der Literatur einige weitere Begriffe geläufig: Lineardünen, Strichdüne, Longitudinaldünen.

Längsdünen sind lang gezogene Hohenrücken, deren Kammlinien in der vorherrschenden Windrichtung verlaufen (vergleiche Abbildung). Sie treten vor allem in den Wüsten des Passatwindgürtels auf, beispielsweise in der westlichen Sahara (vergleiche Abbildung).

Da der Nordostpassat im Beispiel der Sahara tatsächlich aus Richtungen weht, die zwischen Nord und Ost variieren, kommt es zu einer alternierend seitlich nach vorn, dass heißt nach Südwesten, die Längsdüne „zusammenfegenden“ Sandbewegung (Ahnert 1996, S. 160). Zudem treten immer wieder helikale Turbulenzen auf. Diese treiben den Sand quer zur Hauptwindrichtung zusammen.

Kleine, oft nur wenige Meter hohe Längsdünen bestehen häufig aus in Windrichtung aneinandergereihten gekrümmten Rücken. Diese heißen dann Sif (vom arabischen Wort für Säbel).

Lineardünen entstehen also immer dann, wenn sich die Windrichtung regelmäßig um ca. 40° ändert und ausreichend Sand zur Verfügung steht (Herrmann 2005, S. 1).

Eine Längsdünenaufnahme können Sie betrachten, wenn Sie mit der linken Maustaste hier klicken.