Kupsten und Nebkas

Kupsten und Auswehungswannen
Kupsten und Auswehungswannen
Bildquelle: Schütt

Kupstendünen gehören zu den gebundenen Dünen in der Oberkategorie der Primärdünen.

Bei Primärdünen handelt es sich um Formen der initialen äolischen Akkumulation. Primärdünen sind oftmals an Küsten verbreitet, wo trockengefallene Sandbänke das Nährgebiet der Düne darstellen. Resultierende Sandausblasungen können sich an geeigneten Stellen, dass heißt windärmeren Stellen akkumulieren.

Gebundene Dünen entstehen an Hindernissen wie beispielsweise an größeren Einzelpflanzen, die als Sandfang wirken können.

Können diese Pflanzen die Sande durchwurzeln, so entstehen durch Selbstverstärkung größere Sandhügel: Kupsten oder Nebkas.

Kupstendünen sind kleine Vollformen (vergleiche Abbildung).

Maximal erreichen sie Größen im Dekameterbereich. Die Sedimentakkumulation findet an einem Busch oder Strauch statt. Dass heißt, die Vegetation ist Ursache der Akkumulation. Meist weisen Kupsten einen Luv-Lee-Asymmetrie auf. Sie sind unregelmäßig gestaltet mit lückenhafter Vegetation. Kupsten sind in fortwährender Umgestaltung begriffen. Die analoge Hohlform der Kupsten sind die Auswehungswannen (engl.: blowout dune)

Nebkas stellen kleine Sandwehen dar. In Form und Genese bestehen Übergänge zur nicht scharf abgrenzbaren Kupste.