Akkumulationsformen

Rippeln im Dünenkorridor
Rippeln im Dünenkorridor
Bildquelle: Krause & Schütt 2006

Ablagerungen aus Sand sind häufig faszinierende Formen, die schon lange Forschungsgegenstand einiger naturwissenschaftlicher Disziplinen sind. So kann man sich heute ihre Entstehung recht genau erklären.

Die beim Sandtransport auftretenden Reibungskräfte sind mit Turbulenzen auf der Sandoberfläche verbunden (vergleiche Schubspannung).  Dies bedeutet, dass örtliche Geschwindigkeits- und Richtungsänderungen unmittelbar an der Sandoberfläche stattfinden. Dadurch wird die Sandbewegungen lokal beschleunigt oder verlangsamt (vergleiche Sinkgeschwindigkeit). Es entstehen wellenförmig angeordnete Hohl- und Vollformen. Diese wiederum erhöhen ihrerseits die Turbulenz der bodennahen Luftbewegung. Wind, Sandtransport und Oberflächenform bilden daher miteinander ein zunächst positiv rückgekoppeltes System. Dieses baut die Sandwellen so weit auf, bis ein dem Wind den Korngrößen des Sandes entsprechendes dynamisches Gleichgewicht zwischen Aufbau und Abtragung der Wellenkämme erreicht ist.

Aufgrund der Größe unterscheidet man diese Sandwellen in

  • Rippeln (kleine Sandwellen von einigen Zentimetern bis zu wenigen Dezimetern)
  • Dünen (große und komplexe Sandwellen)

Beide Formen werden auf den nächsten Seiten behandelt.