Transport durch Saltation

Sandtransport durch Saltation
Sandtransport durch Saltation
Bildquelle: in Anlehnung an Press & Siever 1995, S. 306)

Die Bewegungsform von Körnern, deren Größe zwischen diesen beiden Bereichen liegt, dass heißt, typischerweise zwischen 100 und 300 μm, ist die Saltation. Diese ist die wichtigste Sandtransportart.

Die Saltation funktioniert folgdenermaßen: Ein Korn, welches aufgrund eines kleinen lokalen Wirbels vom Boden hochgezogen wird, gerät in Zonen höherer Geschwindigkeit und wird somit beschleunigt.  In flach gestreckten Kurvenbahnen bewegt es sich "springend" in Windrichtung fort. Prallt es anschließend wieder auf die Erdoberfläche, schlägt es beim Aufprall gleich mehrere Körner nach oben. Dieser so genannte "splash" produziert demnach denselben Vorgang in mehrfacher Ausführung (vergleiche Abbildung).

Dies ist die typische Bewegungsform des feinklastischen Materials, meist der Sandfraktion. Dünensande setzen sich zu 60-70 % aus Korngrößenfraktionen zwischen 0,125 - 0,25 mm Ø zusammen Der bevorzugte Sandtransport bei der Dünenbildung erfolgt durch Saltation. Wird die Grenzschubspannung für den Sandtransport unterschritten, prallen die Körner zusammen, Energie wird übertragen und die getroffenen Körner geraten in Saltation.

Die Sprunghöhe ist abhängig von

  • der Korngröße des getroffenen Teilchens,
  • der Korngröße des stoßenden Teilchens
  • der Kornform des Teilchens (je runder das Korn, desto höher springt es infolge des geringeren Reibungsverlustes bei Flug und Stoß).

Sie können sich mit dem Audioplayer eine Audioaufnahme zur Saltation anhören.