Transport durch Reptation

Körner mit Durchmessern jenseits von 300-400 μm können normalerweise nicht vom Wind hochgewirbelt werden und bleiben auf dem Boden liegen (Herrmann 2005, S. 2). Die Aufprallwirkung der in Saltation befindlichen Körner kann diese aber zum "kriechen" veranlassen. Diese Bewegungsform wird als Repationbezeichnet.

Reptation ist ein Begriff aus der äolischen Geomorphodynamik und bedeutet eben das an der Erdoberfläche erfolgende rollende Weiterrücken der Körner (meist Sand) infolge des Aufpralls anderer Sedimentkörner.

Der maximale Korngrößendurchmesser für die Reptation liegt zwischen 2 - 4 mm (= Feinkies). Bei Windgeschwindigkeiten von 25 - 40 km/h kommt es zur Reptation von Sand.

Zwei Impulse für die Reptation sind ausschlaggebend:

  • Winddruck
  • Bombadierung durch Saltation

Den Transportmechanismus kann man sich folgendermaßen vorstellen. Die Ausgangssituation ist eine Bodenwelle. Dadurch übersteigt die Impulshäufigkeit im Luv die Impulshäufigkeit im Lee. Durch diese Faktorenkombination entstehen schließlich Sandrippeln mit asymmetrischem Querschnitt und mit einem Kammlinienverlauf senkrecht zur Windrichtung. Mehr über Rippeln erfahren sie bei den Akkumulationsformen.

Hören Sie sich über den Player eine Erläuterung der Reptation an.