Korrasion

Korrasionswirkung
Korrasionswirkung
Bildquelle: Schütt

Vom Wind transportiertes Material führt infolge von Reibung zum Angriff von Festkörpern (vergleiche Abbildung). Diesen Prozess nennt man Korrasion

Bei der Korrasion kommt es in Abhängigkeit von der Strömungsgeschwindigkeit und der Partikelgröße zu abschleifenden oder polierenden Mechanismen. Aufgrund der abschleifenden Wirkung des windbewegten Sandkörner auf Felsflächen und Steinen wird die Korrasion auch als Windschliff bezeichnet. Sie betrifft die Erosion von Locker- und Festgesteinen. Man kann sich die Wirkung der Korrasion anhand eines Sandstrahlgebläses vorstellen: Feste Oberflächen wie Gebäude und Denkmäler werden mit Durckluft und Quarzssand gereinigt. Denn durch die mit hoher Geschwindigkeit aufprallenden Partikel werden die Oberflächen abgetragen.

Die maximale Korrasionswirkung wird infolge Reibungsreduzierung bei maximaler Windgeschwindigkeit wenige Dezimeter über dem Boden erreicht! In diesem Bereich werden die meisten Sandkörner transportiert. Oberhalb von zwei Meter lassen sich keine Korrasionsspuren mehr erkennen (Obergrenze des Sandtransportes).

Die Abtragsleistungen durch Korrasion können bis zu 10 cm / 1000 im Jahr erreichen!

Typsiche Korrasionsformen sind Windkanter und Yardangs.