Verbreitung großer Wüstengebiete

Der wichtigste Faktor, der die geographische Verbreitung großer Wüsten der Erde bestimmt, ist der Niederschlag. So weisen die Namib, die Sahara und die Kalahari in Afrika sowie die Wüstengebiete Südwest-Nordamerikas, Chiles und Australien mit die geringsten Niederschlagsmengen der Erde auf. Normalerweise beträgt die Niederschlagsmenge weniger als 25 mm, in einigen Gebieten sogar weniger als 5 mm (Press & Siever 2003, S. 374). Diese Wüsten liegen in den wärmsten Gebieten der Erde zwischen etwa 15° nnnd 35° nördlicher und südlicher Breite (Press & Siever 2003, S. 373/375) (vergleiche Abbildung).

Bitte beachten Sie, dass Kontinentumrisse und Verbreitungsgebiete vereinfacht wiedergegeben sind. Zudem sind kleinere Inselgruppen und die polaren Regionen nicht abgebildet.

Auch in den mittleren Breiten, zwischen 30° und 50° nördlicher beziehungsweise südlicher Breite können Wüsten entstehen. In nieerschlagsarmen Regionen, in denen feuchte Winde beispielsweise durch hohe Gebirgsketten abgehalten werden oder von den Ozeanen, ihrem Sättigungsgebiet, große Entfernungen zurücklegen müssen (Press & Siever 2003, S. 375). Beispiele sind die Mohave-Wüste ind den westlichen USA und die Wüsten Innerasiens.