Insolationsverwitterung

Felsbogen, entstanden durch Insolationsverwitterung unter Mitwirkung von Frostvewitterungsprozessen
Felsbogen, entstanden durch Insolationsverwitterung unter Mitwirkung von Frostvewitterungsprozessen
Bildquelle: Schütt 1999

Gesteinsoberflächen werden tagsüber durch die Sonneneinstrahlung aufgewärmt, während sie nachts durch die Abstrahlung wieder abkühlen. Eine Tagesschwankung von 40° C ist dabei keine Seltenheit (Ahnert 1996, S. 91). Diese Temperaturdifferenzen bewirken Volumenänderungen des Gesteins, die zu Spannungen zwischen den Mineralkörnern innerhalb des Gesteins führen (siehe Temperaturverwitterung).

Je nach Klüftung neigen die Gesteine dann

  • zum Abgrusen (z.B. Granit),
  • zur Abschuppung (Desquamation) (z.B. Schiefer) oder in größerer Dimension
  • zu Abschalungen an Felswänden (Exfoliation) und
  • Kernsprüngen in großem Blockwerk.

Diese Spannungen können sich auch durch Sonnenexposition und Beschattung an einem Hang aufbauen.

Beeinflussungsfaktoren

Die Insolationsverwitterung wird unter anderen gefördert durch folgende Faktoren:

  • Ausmaß und Häufigkeit großer Temperaturdifferenzen, wie sie zum Beispiel in Wüsten erreicht werden
  • Geschwindigkeit der Temperaturänderung (z.B.durch heftigen Niederschlag, der schnelle Temperaturänderung und damit die Intensität der Insolationsverwitterung fördert)
  • Luftfeuchtigkeit.

Auftreten der Insolationsverwitterung

Aufgrund dieser Einflussfaktoren ist die Insolationsverwitterung besonders intensiv in

  • warmen bis heißen Klimagebieten mit starken täglichen Temperaturwechseln (Tageszeitenklimaten) und
  • in Hochgebirgen.