Das Konzept des Pedons

Bodengeographische Fragestellungen können auf verschiedenen Maßstabsebenen untersucht werden:

  • Der kleinste dreidimensionale Ausschnitt ist das Pedon. Im Pedon sind Merkmale und Eigenschaften des Bodens weitgehend homogen.
  • Mehrere Peda gleicher Bodenform bilden zusammen ein Polypedon. Die Bodenform beschreibt den Boden anhand der Kombination von Bodentyp und Substrattyp. Räumlich wird dies als Pedotop bezeichnet. Innerhalb eines Pedotops variieren die Eigenschaften und Merkmale nur unwesentlich.
  • Die Gesamtheit der Polypeda einer Landschaft bilden zusammen die Bodenlandschaft (räumlich: Pedochore). Oft stellen diese ein Bodenmosaik dar.
  • Die Bodenregion (räumlich: Makrochore) bezieht sich auf Bodenlandschaften mit Bezug  zu den großräumigen geoöogisch-geomorphologischen Rahmenbedingungen.
  • Bodenprovinzen fassen mehrere Bodenregionen unter besonderer Berücksichtigung der Bodenbildungstendenzen und naturräumlicher Gesichtspunkte zusammen.
  • Anhand dieser naturräumlich-landschaftsökologisch definierten Makroregionen werden die Bodenzonen der Erde ausgewiesen. Diese bilden die größte gebräuchliche Darstellungsdimension und werden in kleinmaßstäbigen Karten dargestellt.