Definitionen in der Bodengeographie

Agrarwirtschaftlich genutzter Boden in Südathiopien
Agrarwirtschaftlich genutzter Boden in Südathiopien
Bildquelle: Krause 2003

Bodengeographie

Die Bodengeographie beschäftigt sich als Teildisziplin der Physischen Geographie mit der Darstellung und Erklärung der Entstehung und Verbreitung verschiedener Bodentypen und Bodengesellschaften auf der Erde und ihren einzelnen Teilräumen. Darüber hinaus untersucht sie die komplexen raumzeitlichen Wechselwirkungen, in welche die Böden in verschiedensten Landschaftsausschnitten eingebunden sind (nach Brunotte et al. 2002; Eitel 2001, S. 8).

Dabei steht die Bodengeographie in engem Austausch

  • sowohl mit den weiteren Teilbereichen der Physischen Geographie
  • als auch mit ihren naturwissenschaftlichen Nachbardisziplinen, insbesondere der Bodenkunde.

In Zusammenarbeit mit diesen Nachbarwissenschaften liefert die Bodengeographie wichtige Bausteine zur Lösung angewandter geoökologischer Fragestellungen.

Bodenkunde

Die Bodenkunde ist die Wissenschaft von den Eigenschaften und Funktionen sowie der Entwicklung und Verbreitung der Böden. Sie befasst sich mit der Nutzbarkeit, Belastung und Schutzmöglichkeiten von Böden in Ökosystemen (nach Brunotte et al. 2002; Scheffer & Schachtschabel 2002, S. 5).

Boden

Der Boden ist ein dreidimensionaler Ausschnitt aus der Pedosphäre von der Streu bis zum Gestein. Er ist

  • ein Umwandlungsprodukt aus mineralischen und organischen Bestandteilen und mit Wasser, Luft und Lebewesen durchsetzt,

  • welches sich unter dem Einfluss der Umweltfaktoren an der Landoberfläche im Laufe der Zeit entwickelt hat sowie

  • den Pflanzen als Standort dient und die Lebensgrundlage für Menschen und Tiere bildet (Latsch & Schlichting 1959; Scheffer & Schachtschabel 1998, S. 1-2; Schröder 1992, S. 9).