Einteilung des Bodenwassers

Bindungsformen des Bodenwassers
Bindungsformen des Bodenwassers
Bildquelle: PG-Net

Das Bodenwasser ist nicht so frei beweglich wie das Wasser in offenen Gewässern. Dies ist darauf zurückzuführen, dass ein Teil Bindungen an die feste Phase – die Bodenmatrix – unterliegen kann. Daher lässt sich das Bodenwasser, welches nicht als Oberflächenwasser entweder in den Vorfluter abfließt oder in die Atmosphäre verdunstet, in zwei Arten unterscheiden:

  • Sickerwasser: Sickerwasser ist das nach Infiltration in den Boden eingedrungene Wasser. Es bewegt sich im Sickerraum hangabwärts. Dies erfolgt aufgrund des Überwiegens der Schwerkraft gegenüber bindenden Kräften. Dieser Bewegungsvorgang wird als Perkolation bezeichnet. Dabei wird im Boden vorhandenes Wasser nach unten verdrängt und selbst Sickerwasser. Das Sickerwasser bildet das Grund- und Stauwasser.
  • Haftwasser: Als Haftwasser wird das in den Boden eingesickerte Wasser, welches im Boden verbleibt bezeichnet.Es bleibt an den Bodenpartikeln haften und wiedersteht dem Zug der Schwerkraft. Dafür ist auch der Begriff Bodenfeuchte üblich.

Da die Art der Bindung das Verhalten bestimmter Wasseranteile beeinflusst, wird das Bodenwasser nach Art dieser Bindungen Bindungen in zwei Arten unterteilt:

  • Adsorptionswasser: Adsorptionswasser ist das unter der Wirkung von Adsorptionskräften und osmotischen Kräften stehende Wasser. Es umüllt die feste Oberfläche der Teilchen, ohne dass Menisken gebildet werden.
  • Kapillarwasser: Kapillarwasser ist durch Kapillarkräfte in Menisken, die sich an den Berührungspunkten der festen Teilchen ausbilden, gebundenes Wassers.