Schwarzerde (Tschernosem) (Ah - C)

Schwarzerdeähnlicher Auenboden
Schwarzerdeähnlicher Auenboden
Bildquelle: Merkblätter für Bodenkultur mit freundlicher Genehmigung der Bayerischen Landesanstalt für Bodenkultur und Pflanzenbau.

Ausgangssubstrat: In Mitteleuropa bildeten sich Schwarzerden hauptsächlich unter Löß.

Entwicklung: folgende Faktoren begünstigen die Weiterentwicklung aus einer Mull-Pararendzina:

  • periodischer Wechsel der Klimaverhältnisse: längere Winterkälte und heiße, trockene Sommer mit Frühjahrsniederschlägen
  • leicht zersetzliche Vegetation
  • basenreiches Ausgangsgestein (CaCO3-Gehalte entscheidend)
  • Intensive organogene Bodendurchmischung durch Bodenfauna

Vorkommen: Obwohl typischer Steppenboden O-Europas, Asiens & N-Amerikas, kommen sie auch in Mitteleuropa vor. Deutschland weist um Erfurt-Halle-Magdeburg ein ausgedehntes Gebiet auf.

Zur Abbildung:

Dieser schwarzerdeähnliche Auenboden hat sich durch Überschwemmungen mit Ablagerung feinkörniger Fluss-Sedimente in den Hochflutbetten der Alpenflüsse entwickelt.