Parabraunerde Ah - Al - Bt - C

Parabraunerde
Parabraunerde
Bildquelle: Merkblätter für Bodenkultur, mit freundlicher Genehmigung der Bayrischen Landesanstalt für Bodenkultur und Pflanzenbau

Ausgangsgestein: meist Lockergesteine mergeliger Zusammensetzung mit mäßigem Tongehalt

Entwicklung: Die Entwicklung von Parabraunerden ging in Mitteleuropa meist von Pararendzinen oder Braunerden aus, bei denen Carbonatauswaschung und schwache Versauerung die Tonverlagerung als den dominierenden Prozess ermöglichte --> Entstehung eines Ton-Verarmungs-Horizontes im oberen Bodenprofil (Fahlhorizont) (Al) und eines Ton-Anreicherungs-Horizont im Unterboden (Brauner Tonhäutchen-Horizont (Bt).

Sie werden auch als Fahlerden (mit fahlem Et und stärkerer Tonverlagerung im Vergleich zur Parabraunerde) bezeichnet. Lessive wird als ein die beiden Bodentypen zusammenfassender Begriff verwendet.

Vorkommen: Lessives gehören zu den verbreitetsten Böden der gemäßigt-humiden Klimagebiete Europas, insbesondere in Löß- und Moränenlandschaften.