Bodentypen

Die deutsche Bodensystematik in der Übersicht
Die deutsche Bodensystematik in der Übersicht
Bildquelle: nach Scheffer & Schachtschabel 1998, S. 410-413; Schröder 1992, S. 104.

Die Vielzahl an bodenbildenden Prozessenführt zu variierenden Bodentypen.

Unter Bodentyp versteht man die Zusammenfassung von Böden gleichen Entwicklungsstandes, bei denen Prozesse der Pedogenese - durch bestimmte Faktorenkonstellationen ausgelöst und gesteuert - übereinstimmende Merkmale und damit ähnliche diagnostische Horizonte und Horizont-Kombinationen erzeugt haben (Schröder 1992, S. 98).

Zur übersichtlichen Ordnung der Bodentypen werden Bodenklassifikations-Systeme aufgestellt. Dies kann unter verschiedenen Aspekten erfolgen:

  • pedogenetische Aspekte (nach Faktoren, Prozessen und Merkmalen)
  • regionale Aspekte (am gleichen Ort oder in der Nachbarschaft auftretend)
  • funktionale Aspekte (mit gleicher Funktion oder Reaktion im Ökosystem)

Deutsche Klassifikations-Systematik

Die deutsche Systematik orientertiert ihre Klassifikationskriterien vornehmlich an den bodenbildenden Prozessen und den Faktoren der Bodenentwicklung (vergleiche Abbildung). Die pedogenetischen Aspekte stehen demnach im Vordergrund. Es basiert auf dem System Kubienas, das unter anderem von Mückenhausen modifiziert wurde.

In der Kategorie Abteilung werden unterschieden

Die terrestrischen Böden, gefolgt von den hydromorphen Böden werden auf den folgenden Seiten behandelt. Auch auf die Moore wird abschließend eingegangen.