Grundwasserböden

Brauner Aueboden
Brauner Aueboden
Bildquelle: Merkblätter für Bodenkultur, mit freundlicher Genehmigung der Bayrischen Landesanstalt für Bodenkultur und Pflanzenbau

In die Bodenklasse der Grundwasserböden gehören Gleye, Salzböden und Aueböden (vergleiche Abbildung).

Gley: Ah - Go - Gr - C        

Grundwasserstand ca. 40-130 cm unter Flur

Vorkommen: hauptsächlich im gemäßigt-humiden Klimabereich, unter Erlen- und Eschenwaldgesellschaften

Variationen:

  • Naßgley - Grundwasserstand bis ca. 20 cm unter Flur
  • Anmoorgley - sehr hoher Grundwasserstand und damit eingeschränkter Abbau organischer Substanz
  • Moorgley

Salzböden - typisch für Gebiete hoher Grundwasserstände in Trockengebieten (Salzverlagerung)

Aueböden

Aueböden sind typisch für Talauen (Überschwemmungsbereiche) (vergleiche Abbildung).

Bei Auenböden stimmen bei durchlässigem Untergrund die Grundwasserschwankungen mit denen des Flusswasserspiegels überein. Zum Teil werden sie periodisch bei Hochwasser überflutet. Die Namen dieser Bodentypen werden oft durch Zusammenziehen des in der Bodenentwicklung erreichten, terrestrischen Bodens mit dem Wort Aue gebildet, z.B. Auenregosol.

Ausgangssubstrat: entstehen aus den Sedimenten der Fluss- und Bachauen

Entwicklung: ihre Bildung wird zum einen von Grundwasser-schwankungen beeinflusst, zum anderen durch Überflutungen. Bei den periodisch eintretenden Überflutungen wird Material zu- und abgeführt und damit die Bodenentwicklung durch Sedimentation und Erosion unterbrochen.

Vorkommen: an Berg- und Tieflandflüssen