Salz- und Tonverlagerung

Leicht lösliche Salze (z.B. Natrium- und Kaliumchlorid), aber auch schwerer lösliche Kalke (Calcium- und Magnesiumcarbonate) können verlagert werden. Dies wird als Salz- beziehungsweise Kalkverlagerung bezeichnet.Voraussetzung: Salzzufuhr durch Niederschläge oder Zufuhr aus dem GrundwasserDie Mobilisierung der Salze erfolgt durch Hydratation, Hydrolyse und Säurewirkung. Die Immobilisierungerfolgt durch Ausfällung infolge Wasserentzugs oder Kohlendioxidabgabe.Die vertikalen Verlagerungen erfolgen anhand zweier Wasserbewegungen im Boden:

  • mit perkolierendem Sickerwasser: Je nach Ausmaß der Perkolation wird das Salz beziehungsweise der Kalk entweder in das Grundwasser verlagert oder es kommt zur Bildung von Salz- und Kalkanreicherungshorizonten.
  • mit ascendierendem Wasserstrom: Die transportierten Salze werden im Oberboden angereichert. Die Ausbildung von Salz- und Kalkkrusten ist dabei möglich. Dieser Prozess führt in ariden Klimaten zur Bildung der sogennannten Solontschak-Böden.

Daneben sind auch laterale Verlagerungen (z.B. mit dem Interflow) möglich.