Podsolierung

Als Podsolierung wird die vertikale Verlagerung inbesondere von Eisen und Aluminium mit Hilfe löslicher Huminstoffe im Boden verstanden (Eitel 2001, S. 33).

Voraussetzung für die Podsolierung:

  • Rohhumus bildende Vegetation; vor allem Pflanzenarten mit geringen Nährstoffansprüchen wie beispielsweise Nadelhölzer.
  • saures/nährstoffarmes Ausgangsgestein
  • hohe Niederschläge

Der Podolierungsprozess beginnt nach einer Verauerung des Oberbodens. Fällt der pH-Wert unter 5, so werden die Silikate (auch die Tonminerale) unter Freisetzung der Metallionen zerstört. Die Metallionen (z.B. Fe, Al) bilden zusammen mit den organischen Stoffen (v.a. Fulvosäuren) matallorganische Komplexe (Chelate). Die gute Wasserlöslichkeit dieser Chelate führt zur Verlagerung der Fe- und Al-Ionen mit dem Sicckerwasserstrom in tiefere Bodenbereiche. Durch den Entzug dieser Ionen aus der Verwitterungslösung kann sich kein Reaktionsgleichgewicht einstellen.  Bei fortgeschrittener Podsolierung ist somit die Fe- und Al- Mobilisierung im Oberboden fast vollständig.

Die Immobilisierung im Unterboden erfolgt durch Ausfällung der Chelate. Ursache hierfür sind beispielsweise ein steigendes pH-Milieu oder eine höhere mikrobiotische Aktivität.

Hier kann es zur Oxidation der Metallionen (Sesquioxide) und die Polymerisation der niedermolekularen organischen Säuren zu komplexeren Huminstoffe kommen. Beide Teilprozesse führen zu Anreicherungen. Im Falle der Oxide kann dies bis zu Verhärtungen führen (z.B. Ortstein im Podsol).