Ferralitisierung

Als Ferralitisierung derProzess bezeichnet, bei dem der Siliziumgehalt der Böden stark abnimmt (Desilifizierung) und sich Eisen und Aluminiumoxiden neben Kaolinit und Al-Chlorit als stabile Verwitterungsprodukte anreichern.

Vorrausetzung: feuchte Klimate, in denen intensive Verwitterungsbedingungen vorherrschen (feuchte Tropen!)

Im Anfangsstadium der Verwitterung werden Silikate unter Lockerung der Gesteinsstruktur gelöst, wobei Alkali- und Erdalkali-Ionen bereits teilweise abgeführt werden. Später kommen in durchlässigen Böden auch diese Minerale zur Lösung. Dies ist mit einem starken Austrag der Lösungsprodukte verknüpft.

Gleichzeitig werden Fe-Oxide gebildet (neben Goethit auch Hämatit). Ferralitisierung und Desilifizierung werden als  Lateritisierungzusammengefasst.

Dies führt zur Bildung des Bodentyps Ferrasol (früher als Latosole bezeichnet).