Validierung des mesoskaligen Transport-und Strömungsmodells 'METRAS' für Berlin anhand der Messkampagne der Freien Universität Berlin vom Sommerhalbjahr 2012 / Gutachter: Prof. Dr. Sahar Sodoudi, Prof. Dr. Ulrich Cubasch

Kerstin Schäfer / Masterarbeit— 2013

Die Weltbevölkerung und insbesondere die Bevölkerung in Städten wird in den nächsten Jahrzehnten weiter zunehmen. Zusätzlich verändern sich die Lebensbedingungen durch den Klimawandel. Da Städte ihr eigenes spezielles Klima haben, ist es sinnvoll, den Einfluss des Klimawandels auf die Städte zu untersuchen. Dazu wurden bereits verschiedene Modelle entwickelt und diese Modelle wurden mit gemessenen Daten zu validiert. In dieser Arbeit wird das mesoskalige Transport- und Strömungsmodell METRAS von der Universität Hamburg für Berlin untersucht. Hierzu werden die Daten verwendet, die im Rahmen von MILIEU - Centre for Urban Earth System Studies gemessen wurden. Im Jahr 2012 wurden sechs Messkampagnen gestartet, bei denen die Temperatur und die relative Feuchte in 2m Höhe und in 5cm Höhe von Studenten aufgezeichnet wurden. Außerdem wurden die Daten von festen Messstationen in Berlin verwendet. Sie wurden vom Deutschen Wetterdienst, der Firma Meteomedia, der Hochschule für Technik und Wirtschaft, der Technischen Universität Berlin und der Freien Universität Berlin zur Verfügung gestellt. Bei der Auswertung der Messkampagne hat sich ergeben, dass die Temperaturmesswerte der Messkampagne überwiegend höher als an den festen Messstationen waren. Dies hängt mit den Messgeräten und damit, dass die Messwerte der Messkampagne überwiegend über Asphalt gemessen wurden, zusammen. Außerdem konnte am Beispiel Flughafen Tempelhof gezeigt werden, dass der Temperaturunterschied zwischen 2m und 12m gering ist. Jedoch fällt auf, dass die Temperatur in 12m ausgeglichener als in 2m ist. Dieser Aspekt ist für die Analyse wichtig, da vom Modell METRAS nur 10m und Oberflächen-Temperaturen zur Verfügung stehen. Bei der Auswertung der Modelldaten fällt auf, dass im Modell stets mehr Niederschlag simuliert als gemessen wurde. Dies hängt mit unterschiedlichen Faktoren zusammen; zum einen damit, dass im Modell immer Bodenfeuchte angenommen wird, zum anderen mit dem verwendeten Niederschlagsschema. Außerdem zeigt sich beim Vergleich der METRAS-Daten mit den MODISSatellitendaten, dass im Tagesmittel die Oberflächentemperaturen mit 12% mittlerer prozentualer absoluter Fehler gut wiedergegeben werden.

TitelValidierung des mesoskaligen Transport-und Strömungsmodells 'METRAS' für Berlin anhand der Messkampagne der Freien Universität Berlin vom Sommerhalbjahr 2012 / Gutachter: Prof. Dr. Sahar Sodoudi, Prof. Dr. Ulrich Cubasch
VerfasserKerstin Schäfer / Masterarbeit
VerlagInstitut für Meteorologie / AG Stadtklima / Standort: Online
Datum201312
Quelle/n
Spracheger
Arttranslation missing: de.fu_dc_publikation_ordner.Text.Thesis.Master
Formatapplication/pdf
Größe oder Länge105 S.