Modellierung der Kupferdepositionen und Vergleich mit Messungen durch Depositionssammler und mit Moosmonitoring-Daten / Gutachter: Prof. Dr. Peter Builtjes, Prof. Dr. Jürgen Fischer

Olga Ehrlich / Masterarbeit— 2015

Hohe Konzentrationen von Schwermetallen verursachen gesundheitliche Schäden sowie Schäden an Ökosystemen. Sie werden vorwiegend durch anthropogene Vorgänge in die At-mosphäre emittiert. Durch die atmosphärische Deposition gelangen sie in andere Ökosysteme. Die atmosphärische Deposition kann mit unterschiedlichen Verfahren erfasst werden. In der vorliegenden Masterarbeit wird am Beispiel des Schwermetalls Kupfer die durch Modellie-rung mit dem Chemie-Transport-Modell LOTOS-EUROS (2009 – 2011) und die durch Mes-sung mit den Bulk- und Wet-Only-Sammlern (2009 – 2011 bzw. 2010 – 2011) sowie dem Moosmonitoring (2005) erfasste Deposition an ausgewählten Standorten in Deutschland untersucht. Die in das LOTOS-EUROS-Modell eingehenden Emissionsdaten werden vor dem Modellstart durch Faktoren verändert. Der Vergleich zwischen der modellierten und der mit Depositionssammlern gemessenen nas-sen Kupferdeposition zeigt sowohl Unter- als auch Überschätzungen, aber auch gute Über-einstimmungen. Die in vorherigen Untersuchungen festgestellte systematische Unterschät-zung der Kupferkonzentrations-Messungen durch die dort verwendeten Modelle um den Fak-tor drei kann somit nicht bestätigt werden. Der Grund dafür kann die Erhöhung der Kup-feremissionen in Deutschland um den Faktor 3.6 sein. Das Modell reproduziert die Messun-gen an der Messstation in Hohenpeißenberg besser als an den anderen vier ausgewählten Sta-tionen, was an der Verwendung eines Wet-Only-Sammlers liegen kann. In der Regressionsanalyse zwischen der modellierten Kupfer-Gesamtdeposition und dem Kupfergehalt in Moosen kann ein quantitativer Zusammenhang bestimmt werden. Wie zu erwarten zeigt die nasse Kupferdeposition eine hohe Korrelation mit dem Nieder-schlag, wobei hier die Korrelationen in den Gitterboxen, für die das Modell niedrigere Kup-ferkonzentrationen annimmt, geringer sind als in den Gitterboxen mit angenommenen hohen Kupferkonzentrationen. Bei der trockenen Kupferdeposition kann ein großer Einfluss durch die Temperatur und die atmosphärische Grenzschichthöhe bestimmt werden. Eine Abhängigkeit der gesamten Kupferdeposition vom Wind kann ebenfalls festgestellt werden.

TitelModellierung der Kupferdepositionen und Vergleich mit Messungen durch Depositionssammler und mit Moosmonitoring-Daten / Gutachter: Prof. Dr. Peter Builtjes, Prof. Dr. Jürgen Fischer
VerfasserOlga Ehrlich / Masterarbeit
VerlagInstitut für Meteorologie / Standort: Bibliothek
Datum201506
Spracheger
Arttranslation missing: de.fu_dc_publikation_ordner.Text.Thesis.Master
Formatapplication/pdf
Größe oder Länge107 S.