Geschichte der Gruppe MIKS

 

Heute

Heute betreut MIKS neben der Datenkommunikation für viele Arten von Daten (lokal, regional, national, international)  einige allgemeine Server im Institut wie : Mail-Sever, FTP-Server, www-Server NinJo-Server, MSG-Empfang, DWDSAT-Empfang.
Neben diesem operationellen Datenbereich betreibt  MIKS  diverse Drittmittelprojekte, die sich in drei Kategorien unterteilen lassen : Forschungs- und Entwicklungsprojekte mit Partnern in der Wirtschaft und Industrie, Visualisierungen für den Medienbereich (aktuell Terra3D) und Informationsprojekte für die Öffentlichkeit, die überwiegend mit Studierenden durchgeführt werden.

 

Der Beginn

Ihren Ursprung hatte die Gruppe "Meteorologische Informations- und Kommunikationssysteme" (MIKS) im Jahr 1985/ 1986, als mit einer Rechnerverbindung zum Deutschen Wetterdienst (AFW-System) der Grundstein für die operative digitale Datenverarbeitung im Wetterdienst des Instituts gelegt wurde.
In den ersten Jahren wurden viele Prinzipienlösungen geschaffen. Das Planen und Realisieren automatischer Datenverarbeitungsketten war der erste Schritt. Die eingehenden Daten bestanden aus synoptischen Daten, Modelldaten, aerologischen Daten (u.m.) in Textform, sowie Bilddaten wie Satellitendaten und Radarbildern. Es galt, die eingehenden Daten anderen Arbeitsgruppen verfügbar zu machen, zu archivieren und einen aktuellen Rund-um-die-Uhr-Vorhersagedienst mit allen nötigen automatischen Produkten zu versorgen und für die Kommunikation zu den Kunden zu sorgen.

Wirtschaftswetterdienst

Zu diesem Zeitpunkt betrieb das Institut den sog. "Wirtschaftswetterdienst", gewährleistete also den Wetterdienst für die Öffentlichkeit, Polizei und Feuerwehr, Medien und alle anderen Kunden im Berliner Raum.

Berliner Wetterkarte

Mit der Berliner Wetterkarte wurde eine tägliche Wetterzeitung erstellt, die an Kunden in aller Welt versandt wurde. Am x.x.1986 erschien die erste Berliner Wetterkarte mit automatisch entschlüsselten und geplotteten Wettermeldungen, die mit selbst entwickelten Programmen erstellt wurde.

WMO-Station 10381

Wetterbeobachtung war auch schon von Anfang an ein Thema des Instituts. Berlin-Dahlem als hauptamtliche Klima- und Synopstation speist die regelmäßigen Wetterverschlüsselungen (Wettertelegramme) in das weltweite Netz ein.

Pionierarbeit

Für all die Bedürfnisse galt es, die entsprechenden Produkte zu erstellen. Auf vielen Gebieten wurde Pionierarbeit geleistet. So wurde z.B. zusammen mit dem SFB (Regionalsender in Berlin, heute RBB) und der TU eine vollautomatische Jobkette geschaffen, die die eingehenden Wettermeldungen für den Radiowetterbericht aufbereitete und über eine Datenverbindung direkt in das Sendestudio auf den Bildschirm des Moderators oder Redakteurs lieferte. Alles - was in täglich wiederkehrender Weise automatisch hergestellt werden konnte, wurde automatisiert, bis hin zu automatisch generierten Texten aus Textbausteinen für die Wetterberichte der Sender. Nur so konnte die steigende Zahl der privaten Sender ökonomisch mit Wetterdaten und Vorhersagen versorgt werden.

Drittmittelprojekte

Seit 1992 beschäftigt sich MIKS im Rahmen von Drittmittelprojekten mit der Visualisierung von Wetterdaten für die Medien. Nach dem Wegfall des Wirtschaftswetterdienstes Ende 1993 wurde die drittmittelfinanzierte Projektarbeit intensiviert.
So konnte aus dem Projekt  "TeleVIS"  im Jahr 1997  eine Firmen-Ausgründung gewagt werden. Die Firma MeteoGraphics beschäftigt inzwischen mehr als 25 Mitarbeiter und zählt zu den bekanntesten Visualisierungsfirmen in Europa.