Young Cities: Entwicklung energieeffizienter Stadtfabriken in der Teheran-Karaj-Region

Förderung:

Förderschwerpunkt: "Forschung für die Nachhaltige Entwicklung der Megastädte von morgen"

Projektlaufzeit:

01.01.2008 — 31.12.2013

Wie lassen sich Stadtstrukturen in Zukunft ressourceneffizient und nachhaltig gestalten? Diese Frage untersucht das vom BMBF geförderte Modellprojekt "Young Cities" unter Leitung der Technischen Universität Berlin. In dem Verbundprojekt werden beispielhafte Lösungsansätze für das Wachstumszentrum Teheran-Karaj entwickelt. inter 3 leitet den Bereich "Urban Infrastructure Systems", in dem Konzepte für eine nachhaltige und energieeffiziente Infrastruktur entwickelt werden.

Die Islamische Republik Iran hat in den vergangenen Dekaden eine wahre Bevölkerungsexplosion durchlebt. Besonders die Region Teheran-Karaj steht in diesem Zusammenhang vor einem gewaltigen Anstieg des Ressourcenverbrauchs bei zugleich knapper werdenden Ressourcen. Daher wird ein nachhaltiger Umgang mit den vorhandenen Ressourcen immer wichtiger.

Ziele: energieeffiziente Infrastruktursysteme

New Town Hashtgerd ist eine der schnell wachsenden Städte in der Nähe von Teheran. Hier sollen unter Berücksichtigung der natürlichen und sozio-ökologischen Bedingungen beispielhaft energieeffiziente Infrastruktursysteme entwickelt und umgesetzt werden. Im Teilprojekt werden Möglichkeiten identifiziert, den Wasserverbrauch ohne Verlust an Lebenskomfort zu reduzieren und die Energiepotenziale aus dem Abwasser nutzbar zu machen.

Vorgehen: analysieren – konzipieren - umsetzen

Auf Basis einer Bedarfsanalyse und Prognosen entwirft inter 3 gemeinsam mit Kooperationspartnern ein Konzept für eine integrierte und nachhaltige Wasserversorgung und Abwasserentsorgung in New Town Hashtgerd. Vorhandene Wasserressourcen sollen geschützt und zudem die anfallenden Abwässer als neue Ressource genutzt werden. Integrierte und umsetzbare Konzepte zur Senkung des Kalt- und Warmwasserverbrauchs und Konzepte für das Abwassermanagement werden entwickelt. Die Umsetzung im ersten Schritt erfolgt in einem 35 ha großen Neubaugebiet. In einem zweiten Schritt werden die Erfahrungen aus diesem Pilotprojekt auf ihre Übertragbarkeit auf die ganze Stadt und auf andere Regionen des Irans geprüft.