Prof. Dr. Heike Rauer

Frau Prof. Heike Rauer

Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)

Leitung des Instituts für Planetenforschung

Sonderprofessur

Adresse Rutherfordstraße 2
12489 Berlin
Telefon (030) 67055-430 (DLR)
Fax (030) 67055-340 (DLR)
E-Mail heike.rauer[at]dlr.de
Homepage Institut für Planetenforschung (DLR)

Heike Rauer erwarb ihr Diplom in Physik 1986 an der Leibniz-Universität in Hannover. 1991 wurde sie mit einer am damaligen Max-Planck-Institut für Aeronomie in Katlenburg-Lindau durchgeführten Forschungsarbeit zu Plasmaschweifen von Kometen an der Georg-August-Universität in Göttingen promoviert. Von 1995 bis 1997 arbeitete sie als Forschungsstipendiatin der Europäischen Weltraumorganisation ESA am Observatoire de Paris – Meudon.

2004 habilitierte Heike Rauer an der Technischen Universität Berlin und lehrte dort als Professorin für Planetenphysik am Zentrum für Astronomie und Astrophysik. Zum 1. November 2017 wechselte sie an die Freie Universität Berlin in den Fachbereich Geowissenschaften, Fachrichtung Planetologie und Fernerkundung.

Seit 2013 leitet Heike Rauer das Instrumentenkonsortium für das ESA-Weltraumteleskop PLATO, das ab 2026 in der Milchstraße nach Planeten, insbesondere erdähnlichen, suchen wird. Sie ist Mitglied des Wissenschaftsteams des Next Generation Transit Survey (NGTS), ein Netzwerk aus zwölf automatisch operierenden Teleskopen, das am Paranal-Observatorium der Europäischen Südsternwarte ESO in Chile nach Exoplaneten sucht.

Darüber hinaus ist Heike Rauer Koordinatorin des DFG Schwerpunktprogramms 1992 "Exploring the Diversity of Extrasolar Planets". Von 2006 bis 2014 war sie Repräsentantin für Deutschland und Co-Investigatorin des französisch-europäischen Weltraumteleskops CoRoT. Ferner arbeitete Heike Rauer im Wissenschaftlerteam des Mikrowellenteleskops MIRO auf der ESA-Mission Rosetta, das der Identifikation von Kometengasen diente. (Quelle: DLR Pressemitteilung vom 01.11.2017)

Der Schwerpunkt von Heike Rauers wissenschaftlicher Arbeit ist die Suche und Charakterisierung von extrasolaren Planeten durch die sogenannte Transitmethode mit Weltraumteleskopen und erdgestützten Beobachtungskampagnen. Darüber hinaus beschäftigt sie sich mit der Modellierung der Atmosphären von Exoplaneten und deren spektroskopische Untersuchung. Ziel ist es einerseits, diese Planeten hinsichtlich ihrer Habitabilität, also der Möglichkeit, Leben zu beherbergen, zu klassifizieren, um in Zukunft möglicherweise sogar Spuren von Leben nachweisen zu können. Diese Forschung zielt außerdem darauf, Aussagen über die Frühzeit des Sonnensystems treffen zu können, zu jener Zeit, als das Leben auf der Erde seinen Anfang nahm. (Quelle: DLR Pressemitteilung vom 01.11.2017)

Wie ist das Sonnensystem entstanden? Sind wir alleine im All? Und wie können wir außerirdische Lebensformen wissenschaftlich nachweisen? Diese Fragen beschäftigen Wissenschaftler und Laien gleichermaßen. Die Planetenforschung arbeitet daran, Antworten zu finden. "Die Kunst der Planetenforschung": Interview mit Prof. Heike Rauer und Prof. Tilman Spohn (DLR Pressemitteilung vom 16.11.2017).

Frau Rauer ist auch Principal Investigator des Teilprojekts C5 im Sonderforschungsbereich Transregio-170. Das Projekt C5 beschäftigt sich mit Interaktionen des frühen inneren Aufbaus von terrestrischen Planeten mit ihren Oberflächen und Atmosphären. In den frühen Phasen der Planetenbildung beeinflusste die atmosphärische Oberflächentemperatur stark die Entwicklung des Magmaozeans. Man hat noch nicht gut verstanden wie lange die Oberfläche des Magmaozeans geschmolzen war und wie sich Material, das durch Meteoriteneinschläge auf die frühe Erde gelangte, mit diesem Magmaozean vermischte und in das Planeteninnere gelangte. Ein Modell, was die Atmosphärenentwicklung mit einem Modell der inneren Ausgasung koppelt, soll zur Klärung dieser Frage beitragen. (Quelle: TRR-170 Late Accretion onto Terrestrial Planets)

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