Mission Rosetta: Komet “Chury” jünger als gedacht?

Comet 67P/Churyumov-Gerasimenko
Komet 67P/Churyumov-Gerasimenko
Bildquelle: SA/Rosetta/NavCam

News vom 09.03.2018

Computersimulationen einer internationalen Forschungsgruppe mit Beteiligung der Universität Bern haben ergeben, dass der zweigeteilte Komet 67P/Churyumov-Gerasimenko, kurz „Chury“, durch einen heftigen Zusammenstoß größerer Körper entstanden sein könnte. Diese Kollisionen fanden nicht nur zur Zeit der Bildung, sondern auch in späteren Phasen der Entwicklung unseres Sonnensystems statt. Somit wäre „Chury“ jünger als bisher angenommen. Die Simulationen zeigten, dass sich ein großer Teil des Materials nach einer Kollision in vielen kleinen Körpern sammeln kann, unter anderem in länglichen zweigeteilten Körpern, wie ihn „Chury“ besitzt. Die Untersuchung des Kometen durch die europäische Raumsonde Rosetta erreichte mit dem Aussetzen des Landers Philae im November 2014 ihren Höhepunkt. Zum Missionsende im September 2016 wurde Rosetta gezielt auf dem Kometen zum Absturz gebracht.

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