Asteroidenlandung "Made in Germany"

Hayabusa2 setzt MASCOT auf Ryugu ab
Bildquelle: JAXA

News vom 03.10.2018

Heute hat das vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) entwickelte und zusammen mit der französischen Raumfahrtagentur CNES gebaute Landegerät MASCOT (Mobile Asteroid Surface Scout) erfolgreich die Oberfläche des Asteroiden Ryugu erreicht. Die Raumsonde Hayabusa2 der japanischen Raumfahrtbehörde JAXA mit MASCOT und den MINERVA-II1 Rovern an Bord war im Dezember 2014 ins All gestartet, und umkreist seit Juni dieses Jahres den Asteroiden. Nachdem die japanischen Rover am 21. September erfolgreich abgesetzt werden konnten, ist dies nun auch dem DLR Kontrollzentrum in Köln mit MASCOT gelungen. Gegen 8 Uhr deutscher Zeit wurde dort das Signal der erfolgreichen Landung empfangen.

Eine Stunde vor der geplanten Separation von MASCOT und Hayabusa2 gab das Operations Team sein „Go“ zur Abstiegsphase. Zu diesem Zeitpunkt hatten die wissenschaftlichen Messungen der Instrumente bereits begonnen. Der Orbiter sank vor der Separation auf eine Höhe von ca. 50 Meter über der Asteroidenoberfläche ab, so dass die Abstiegsphase selbst nur einige Minuten dauerte. MASCOT soll nun 16 Stunden lang Daten übermitteln, dann wird seine Batterie aufgebraucht sein.

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