Forschungsnetzwerk für Planetare Systeme und Fernerkundung: "Planetare Systeme - von der Entstehung zum Lebensraum" am Fachbereich Geowissenschaften der Freien Universität

News vom 06.12.2018

Das Forschungsnetzwerk für Planetare Systeme und Fernerkundung wurde eingerichtet, um die in Berlin vorhandene, europaweit herausragende Konzentration an Expertise in der Erforschung planetarer Systeme und Fernerkundung durch Bündelung zu stärken. Der Forschungsschwerpunkt liegt auf dem Ziel, das Wissen über die Entstehung und Entwicklung planetarer Systeme und damit verbundener Lebensräume, auf und außerhalb der Erde, zu erweitern. Innerhalb des Forschungsnetzwerks liegt dabei in der Planetologie der Fokus auf dem Verständnis der planetaren Körper innerhalb und außerhalb des Sonnensystems (Exoplaneten), in der Geoinformatik auf der fernerkundlichen Betrachtung der Lebensräume an der Erdoberfläche und in der meteorologischen Fernerkundung auf Atmosphäre und Ozean. Über den Vergleich planetarer Systeme mit den Bedingungen auf der Erde kann Wissen über die Entstehung und Entwicklung habitabler Räume, die zeitliche Entwicklung der Atmosphären, die dynamischen Prozesse und stofflichen Kreisläufe im Inneren sowie die Entwicklung physikalischer Felder (z.B. Magnetfelder, Gravitation, Strahlung) generiert werden. Methodisch wird die Nutzung und Weiterentwicklung der Fernerkundung dabei die Exploration der Erde und anderer planetarer Körper mittels Satelliten, Raumsonden und Teleskopen im Fokus haben, die durch die Modellierung der Entstehung und Entwicklung des inneren Aufbaus, der Oberfläche und der Atmosphäre ergänzt wird.

In diesem Forschungsnetzwerk werden bereits etablierte Professuren (teilweise mit Anbindung an das DLR bzw. Museum für Naturkunde) sowie deren Arbeitsbereiche aus allen drei Instituten (Geologische Wissenschaften, Geographische Wissenschaften und Meteorologie) zusammenarbeiten und ihr Fachwissen einbringen. Zudem wird das Forschungsnetzwerk durch drei neue Professuren am Fachbereich Geowissenschaften unterstützt. Eine erste Professur wurde mit Prof. Frank Postberg (Fachrichtung Planetologie und Fernerkundung) zum 01.10.2018 besetzt. Zwei weitere Professuren in den Bereichen Strahlung sowie Fernerkundung und Geoinformatik werden in Kürze ausgeschrieben.

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