Mission Cassini: Staubregen aus den Saturnringen

Schema der Nanometer-großen Ring Ejekta Umgebung des Saturn
Bildquelle: Hsiang-Wen Hsu et al. 2018 (Science)

News vom 05.10.2018

Während des Grand Finale der Cassini Mission 2016-2017 tauchte die Raumsonde mehrmals durch die Lücke zwischen Saturn und seinen Ringen hindurch. Dabei wurden vom Cosmic Dust Analyzer (CDA) Instrument an Bord Flusswerte von Staubteilchen gemessen. Die aufgenommenen Nanometer-großen Teilchen, die aus Wassereis und Silikaten bestehen, stammen nach neuesten Auswertungen aus den Saturnringen und bewegen sich aufgrund der Beschaffenheit des Magnetfelds von Saturn auf strudelförmigen Bahnen zum Planeten hin.

Mit beteiligt an den Studien ist der neuberufene Professor Frank Postberg der Arbeitsgruppe Planetologie am Institut für Geologische Wissenschaften, Co-Investigator des CDA Experiments auf Cassini. Die Wissenschaftler konnten nachweisen, dass durch Einschläge von interplanetaren Staubpartikeln auf die Ringe winzige Nanopartikel emporgeschleudert werden, die dann als „Ringregen“ in die Saturnatmosphäre fallen. Die Ergebnisse wurden am 5. Oktober 2018 im renommierten Wissenschaftsjournal Science veröffentlicht: Hsiang-Wen Hsu et al. 2018 In situ collection of dust grains falling from Saturn's rings into its atmosphere.

Weitere Informationen erteilt Ihnen gern:

Prof. Dr. Frank Postberg, Fachrichtung Planetologie und Fernerkundung,
Telefon: 030 / 838-70508, E-Mail: frank.postberg@fu-berlin.de

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