Pneumatischer Stichel

Druckluftstichel gibt es in verschiedenen Ausführungen. Sie sind eine enorme Arbeitserleichterung gegenüber Hammer und Meißel. Eine niedrige Schlagfrequenz erzeugt mehr Kraft als eine hohe. Stichel mit niedriger Schlagfrequenz und starkem Schlagwerk erschüttern das Gestein regelrecht und sind somit für die Vorpräparation geeignet. Bei hartem Gestein sind sie auch bei der Feinpräparation einsetzbar. Handelsüblich sind Stichel mit Schlagfrequenzen von 12.000 bis 36.000 Schlägen pro Minute. Der Betriebsdruck liegt je nach Modell bei 2 bis 7 bar. Dies ist bei der Wahl des Druckluftkompressors zu beachten. Gegebenenfalls muss ein Druckminderer eingebaut werden. Die Druckluft versetzt nicht nur die Nadel in Schwingung, sondern tritt vorne auch gedämpft aus und sorgt so für ein sauberes Arbeitsfeld. Stichelnadeln gibt es je nach Arbeitsanforderung ebenfalls in verschiedenen Ausführungen. Nadeln aus gehärtetem Stahl sind deutlich weicher und elastischer als Nadeln aus Hartmetall. Stahlnadeln kommen beispielsweise zum Einsatz wenn die Gefahr des Abplatzens der Schale von den zu präparierenden Fossilien besteht. Bei Sticheln mit einem Kunststoffgehäuse ist nicht nur das Gewicht reduziert, sondern auch der Schwerpunkt nach vorne verlagert. Hierdurch wird eine leichtere Führung des Stichels erlangt. Der Nachteil ist, dass durch das geringe Gewicht Vibrationen in die Hand geleitet werden und es schon nach wenigen Betriebsminuten zum Summen in den Fingern kommt. Aus diesem Grund sind Metallgehäuse mit entsprechend höherem Gewicht vorzuziehen.

Gerät:

Pneumatischer Stichel

Zubehör:

  • Präparations-Binokular
  • Beleuchtung (Kaltlicht, Schott KL 15000)

 

Kontakt

Maike Glos & Marc Barlage
Raum DK035
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Fax: +49(0)30 838 70745