Neandertal im Tagebau - Auf den Spuren des Ur-Brandenburgers.

News vom 04.05.2015

von Martin Niewendick [TAGESSPIEGEL vom 03.05.2015]

Knochensplitter und Steinwerkzeuge: Archäologen aus Berlin und Brandenburg entschlüsseln, wie Neandertaler vor 130 000 Jahren in der Niederlausitz lebten.

Die Urzeit war kein Ponyhof. Unterkiefer eines Pferdes. Anhand solcher Funde schließen die Archäologen auf die Besiedlung durch Neandertaler. - Foto: Landesamt für Denkmalpflege

„Studien belegen, dass sich der Neandertaler vor allem fleischbezogen ernährt hat“, sagt die Paläontologin Annette Kossler von der FU Berlin, die an dem Projekt beteiligt war. „Er zog übers Land und ist den Herden gefolgt, hat aber auch sonst alles mitgenommen, was die Natur zu bieten hatte.“ Dazu zählen etwa Beeren und andere Früchte. Dass und wie der Neandertaler verschiedene Steine als Werkzeug benutzt hat, zeigen bestimmte Schlagmarken.

Von den Ausgrabungen in der Lausitz berichten Eberhard Bönisch und Annette Kossler an diesem Mittwoch, dem 6. Mai, im Archäologischen Landesmuseum Brandenburg, Beginn ist um 18.30 Uhr, Eintritt frei.

Zu dem Artikel im TAGESSPIEGEL vom 03.05.2015

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