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Hydraulische Geometrie des Flussbetts

Das Konzept der hydraulischen Geometrie des Flussbettts hat seine Wurzeln in der Fluvialmorphologie. Im Mittelpunk stehen die Komponenten der Abflussgleichung (vergleiche Abbildung). Dies sind die geometrischen Größen:
  • B: Breite des Flusses [m]
  • T: mittlere Tiefe des Flusses in einem Abflussquerschnitt  [m]
  • V: mittlere Fließgeschwindigkeit im Abflussquerschnitt [m/s]

Zudem werden folgende Größen häufig verwendet:

  • A: Flussquerschnitt (Gerinnequerschnitt) [m2]: A ergibt sich aus dem Produkt der Wegstrecke zwischen den Böschungsoberkanten (Flussbettbreite) mal der Tiefe des Flussbetts.
  • F: Abflussquerschnitt (durchflossener Gerinnequerschnitt):  F = B · T.
  • U: benetzter Umfang [m]: Gesamtlänge des vom Wasser benetzten Bereiches im Flussquerschnitt, die sich durch folgende Summe ergibt: U = B + 2 T.
  • R: hydraulischer Radius  [m]: wichtige Größe zur Charakterisierung des Gerinnequerschnitts, der aus dem Quotienten von durchflossenem Gerinnequerschnitt (= Abflussquerschnitt) und benetztem Umfang berechnet wird: R = F / U. Bei höherem Wasserstand füllt das Wasser einen größeren Bereich des Gerinnequerschnittes aus, R nimmt zu.

Die berechneten Werte beschreiben die Geometrie eines idealisierten Flusses; es handelt sich also um eine Modellvorstellung.

Hydraulische Geometrie des Flussbetts

Abbildung   Geometrische Größen eines Fließgerinnes zur Berechnung der Abflussmenge
Datengrundlage: Ahnert 1996, S. 188; Brunotte et al. 2002; Bradshaw & Weaver 1955, S. 255.

 

 
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