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Massenbewegungen

Definition

Unter gravitativen Massenbewegungen versteht man Abtragungs-, Transport- und Ablagerungsvorgänge, die auf schwach geneigten bis steilen Hängen überwiegend unter dem Einfluss der Schwerkraft erfolgen (Zepp 2002, S. 99).  Massenbewegungen führen zu Abtragung und Formung der Erdoberfläche.

Auftretensbedingungen

Gravitative Massenbewegungen treten nur unter bestimmten Bedingungen auf, die nicht überall gegeben sind:

  • Druckentlastung (z.B. nach vorheriger Eisbedeckung)
  • Entfernung von Widerlagern (z.B. durch fluviatile Erosion oder Brandung)
  • Existenz von gleitfähigen durchfeuchteten Schichten unter wasserdurchlässigen Gesteinen
  • In tonreichen Substraten können Viskositätsänderungen durch mechanische Beeinflussung (Erschütterung) ohne besondere Wasserzugabe ausgelöst werden [Thixotropie].
Charakteristisch ist das vielfache Auftreten in katastrophaler Form, mit oft langen Ruhezeiten zwischen einzelnen Ereignissen.
 
 
massenbewegung_eingang
Abbildung   Massenbewegung am Hang, Lößplateau bei Lanzhou
Quelle: Hartmann 2001.
 
 
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