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Gezeiten

Den Gezeiten kommt bei der Ausformung der Küste besondere Bedeutung zu. Im Detail ist die Mechanik der Gezeiten relativ komplex und der entsprechenden Fachliteratur zu entnehmen. In diesem Abschnitt werden die Grundlagen des Gezeitenphänomens anhand vereinfachter Modellvorstellungen behandelt.

Gezeiten sind rhythmische Schwankungen des Meeresspiegels mit einer Periode von etwa zwölf Stunden und 25 Minuten beziehungsweise 24 Stunden und 50 Minuten (Ahnert 1996, S. 361).

Die letztere Zeitdauer entspricht dem Mondtag. Ein Mondtag bezeichnet die Zeitdauer zwischen zwei aufeinanderfolgenden Durchgängen des Mondes durch den Himmelsmeridian. Gegenüber dem 24-stündigem Sonnentag gibt es demnach eine tägliche Verzögerung des Mondes um 50 Minuten. Dies liegt in der von West nach Ost gerichteten Eigenbewegung des Mondes bei seinem Umlauf um die Erde begründet.

 
  Gezeitenstrand
Abbildung   Sandstrand im Einflussbereich der Gezeiten;
Quelle: Stumptner.

 

 
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