Untersuchung von vertikalen und horizontalen Transportprozessen und deren Einfluss auf die bodennahe Belastung durch Ozon und Staub

Analyse des vertikalen und horizontalen Transport-prozesses und dessen Einfluß auf die bodengebundene Konzentration von Ozon und Aerosol

 

F&E-Vorhaben im Rahmen des BMBF-Schwerpunktprogrammes "Atmosphären Forschung" AFO.

Förderzeitraum: 2001-2003

 

Zusammenfassung

 

Ziel des Vorhabens ist es, Erkenntnisse über den Vertikalaustausch und die Ferntransporte im Ballungsraum Berlin und dessen Bedeutung für die bodennahen Konzentrationen von Ozon und von Staub zu gewinnen:

 

  • mit Hilfe von mindestens einjährigen, kontinuierlichen Lidar-Messungen der vertikalen Verteilung von Ozon und von Extinktion als qualitativem Parameter der Staubkonzentration,
  • durch parallele Messungen von Ozon und Aerosolen PM10 und PM2,5 auf dem Frohnauer Fernmeldeturm (321m) im Norden Berlins, um eine Validierung der Lidarmessungen zu ermöglichen,
  • über die statistische Auswertung der Meßreihen in Bezug zu Emissionsorten und Rückwärtstrajektorien,
  • durch Heranziehung der gewonnenen Daten zur Überprüfung und Weiterentwicklung atmosphärischer Modelle durch Vergleich und Integration der Profilmessungen und Transportbetrachtungen.

 

Entsprechend zur Ozonproblematik ergibt sich die hohe Bedeutung urbaner Aerosolmessungen aus der umweltpolitischen Fragestellung nach dem Quellanteil, d.h. den städtischen anthropogenen und dem durch Ferntransport aus dem Umland gelieferten sowohl natürlichen als auch anthropogenen Aerosolanteil. Diese komplexe Information ist eine entscheidende Grundlage für die Entwicklung von Szenarien und für Strategien zur Luftreinhaltung mit dem Ziel der Einhaltung von Schwellenwerten. Forschungsbedarf besteht auf diesem Gebiet durch die geplante Änderung der EU-Richtlinien auch bzgl. des Standards PM10 auf PM2,5.