§ 52a Urheberrechtsgesetz / FAQ-Liste für Lehrende/Forschende der Freien Universität

News vom 06.12.2016

Die Nutzung online bereitgestellter Lehr- und Lernmaterialien erfreut sich an der Freien Universität großer Beliebtheit. Diese Entwicklung wird von der Hochschulleitung im Sinne von "Blended Learning in der Lehre" ausdrücklich unterstützt und gefördert. Lehrende und Forschende der Freien Universität Berlin konnten bisher im Rahmen der Schrankenregelung des § 52a UrhG urheberrechtlich geschützte Schriftwerke in den zentralen Systemen Blackboard, Blog, Wiki und CMS sowie weiteren von anderen Bereichen der Freien Universität Berlin betriebenen Systemen bereitstellen.

Ende September 2016 haben die Kultusministerkonferenz der Länder, der Bund sowie die VG WORT einen „Rahmenvertrag zur Vergütung von Ansprüchen nach § 52a UrhG“ geschlossen, der ab dem 1. Januar 2017 in Kraft tritt und dem die Hochschulen beitreten sollen. Dieser sieht die Einführung eines neuen Meldeverfahrens für urheberrechtlich geschützte Schriftwerke vor, das für die Hochschulen mit erheblichen organisatorischen, technischen und finanziellen Aufwänden verbunden wäre. Anstelle der bisher von den Ländern getragenen Pauschalvergütung soll die Vergütung ab dem 1. Januar 2017 auf Basis einer von den einzelnen Hochschulen zu leistenden Einzelerfassung erfolgen.

Aufgrund der zahlreichen offenen rechtlichen, organisatorischen und finanziellen Fragen ist bisher bundesweit keine Hochschule – dazu gehören auch die Berliner Hochschulen –  dem Rahmenvertrag beigetreten. Gemeinsam setzen sie sich dafür ein, eine die Interessen der Verwertungsgesellschaft und die der Hochschulen gleichermaßen anerkennende Lösung zu finden, was bisher jedoch nicht gelungen ist.

Daraus folgt für Sie als Lehrende/Forschende, dass Sie bis zum 31. Dezember 2016 Ihre online bereitgestellten Schriftwerke überprüfen und rechtskonform gestalten bzw. den Zugriff sperren müssen, da ab dem 1. Januar 2017 keine Schriftwerke gemäß § 52a UrhG mehr online zugänglich gemacht werden dürfen

(siehe dazu „Was ist zu tun?“).

Was darf hochgeladen und Studierenden oder Kolleginnen und Kollegen zugänglich gemacht werden?(ursprüngl. in Oldenburg erarbeitet)

Beachten Sie bitte, dass Lehrende/Forschende der Freien Universität grundsätzlich vielfältige Optionen haben, Inhalte im Kontext von Lehre und Forschung online bereitzustellen. § 52a UrhG ist nur eine dieser Optionen.


Informationsveranstaltung zu diesem Thema:

Montag, 12. Dezember 2016
13:00 - 15:00 Uhr s.t.
im Max-Kade-Auditorium, Henry-Ford-Bau.


21 von 30