Vertrag mit Elsevier für 2018 im Rahmen des Projekts DEAL gekündigt

News vom 08.01.2018

Das Projekt DEAL verfolgt das Ziel, bundesweite Lizenzverträge für elektronische Zeitschriften (E-Journals) großer Wissenschaftsverlage wie Elsevier, Springer Nature und Wiley für Bibliotheken, Universitäten und Wissenschaftseinrichtungen in Deutschland abzuschließen.

Durch einen Konsortialvertrag auf Bundesebene soll eine finanzielle Entlastung wissenschaftlicher Einrichtungen durch faire Preise erreicht und der Zugang zu wissenschaftlicher Literatur für die Wissenschaft wesentlich verbessert werden.

Dazu gehört auch eine obligatorische Open-Access-Komponente für die Ergebnisse öffentlich geförderter wissenschaftlicher Arbeit.

Verhandlungen mit Elsevier abgebrochen, Abos für 2018 gekündigt

Während die DEAL-Verhandlungen mit den Verlagen Springer/Nature und Wiley konstruktiv verlaufen sind, gestalten sich die seit Mitte 2016 mit dem Wissenschaftsverlag Elsevier geführten Verhandlungen weiterhin schwierig.

Nach Informationen der DEAL-Initiative hat Elsevier in den bisherigen Verhandlungsrunden kein Angebot gemacht, das den Erwartungen von DEAL entspricht. Die Gespräche mussten daher im Herbst 2017 bis auf weiteres eingestellt werden.

Die Freie Universität, die Humboldt Universität, die Technische Universität und die Charité Berlin gehören zu den über 200 wissenschaftlichen Einrichtungen, die den Lizenzvertrag mit Elsevier für 2018 nicht verlängert haben.

Ab dem 1.1.2018 wird sich damit auch die FU in einem vertragslosen Zustand befinden, der voraussichtlich eine Kappung des Zugriffs auf die aktuellen Jahrgänge der Freedom Collection und der Cell Press Titel nach sich ziehen wird. Zugriffe auf im Rahmen von Nationallizenzen und eigenen Lizenzierungen erworbene Archivrechte bleiben davon unberührt.

Versorgung mit Literatur im Wesentlichen gewährleistet

Für aktuelle Artikel, die online nicht zugänglich sind, nutzen Sie bitte legale alternative Beschaffungswege. Dazu zählt zum Beispiel auch der direkte Austausch über Ihre wissenschaftlichen Kontakte.

Die Lücke in der Informationsversorgung kann in den meisten Fällen durch die Universitätsbibliothek über den Lieferdienst der Fernleihe geschlossen werden. Die Fernleihe ist für HochschullehrerInnen kostenfrei. Die Universitätsbibliothek sowie auch die MitarbeiterInnen in den Fachbibliotheken werden Sie bei der Beschaffung von benötigten Elsevier-Artikeln gern unterstützen.

TIPP: Die Technische Universität Berlin empfiehlt auf ihrer DEAL-Infoseite "Werkzeuge", die die Suche nach freien Varianten eines Artikels unterstützen.

Kontakt

Die UB hat ein Team eingerichtet, das Fragen rund um das Projekt DEAL gern beantwortet.

E-Mail: deal@ub.fu-berlin.de

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